Yoga begleitet mich seit vielen Jahren
Yoga ist für mich nichts, das man nur auf der Matte praktiziert. Es ist vielmehr eine Möglichkeit, immer wieder bei sich selbst anzukommen. Den eigenen Körper wahrzunehmen, ruhiger zu werden, den Atem zu spüren und für einen Moment Abstand vom Alltag zu gewinnen.
Diese Erfahrung hat mich selbst so begeistert, dass ich 2011 den YogaRaum in Mannheim-Seckenheim gegründet habe. Seitdem sind viele Jahre vergangen. Und trotzdem ist etwas Wesentliches gleich geblieben: Meine Freude daran, Menschen ein Stück auf ihrem eigenen Weg zu begleiten.
Ich unterrichte Yoga nicht, um aus Menschen bessere Yogis zu machen. Mir ist wichtig, dass Yoga in das Leben passt – und nicht umgekehrt. Nicht jeder möchte einen Handstand lernen. Nicht jeder muss besonders beweglich sein. Und Yoga sollte auch kein weiterer Punkt auf einer ohnehin langen To-do-Liste werden.
Für mich darf Yoga einfach sein.
Mal kraftvoll, mal ruhig. Mal konzentriert, mal loslassend.
Und manchmal vielleicht einfach nur die Möglichkeit, eineinhalb Stunden nichts leisten zu müssen.
Ich möchte in meinen Stunden einen Raum schaffen, in dem man sich wohlfühlen kann und in dem jeder seinen eigenen Platz findet – unabhängig davon, wie beweglich, erfahren oder sportlich jemand ist.

Was mich am Yoga bis heute fasziniert
Yoga hat viele Facetten – Bewegung, Atmung, Meditation, Entspannung und die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers.
Mich interessiert besonders das, was passiert, wenn wir einmal aufhören, ständig etwas erreichen zu wollen. Wenn wir langsamer werden. Wenn wir wieder wahrnehmen, wie wir eigentlich dastehen, sitzen, atmen und uns fühlen. Genau dort beginnt für mich Yoga.
Und vielleicht ist das auch der Grund, warum mich neben Hatha Yoga über die Jahre besonders Yin Yoga, Meditation, Pranayama und die Arbeit mit Klangschalen interessiert haben. Sie alle eröffnen auf unterschiedliche Weise einen Zugang zu mehr Ruhe und Wahrnehmung.
15 Jahre YogaRaum
2026 gibt es den YogaRaum seit 15 Jahren. Wenn ich zurückblicke, bin ich vor allem dankbar für die vielen Menschen, die in dieser Zeit durch unsere Tür gekommen sind. Manche sind nur für eine einzelne Stunde geblieben. Andere begleiten uns seit vielen Jahren.
Es gab leichte Zeiten und schwierige Zeiten. Es gab Veränderungen, neue Angebote, neue Menschen und natürlich auch Phasen, in denen nicht alles so lief, wie man es sich gewünscht hätte. Aber genau das gehört für mich dazu.
Ein Ort wie der YogaRaum lebt nicht nur von einem schönen Raum oder einem guten Stundenplan. Er lebt von den Menschen, die ihn mit Leben füllen.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum mir die Atmosphäre so wichtig ist. Ich möchte keinen Ort schaffen, an dem man das Gefühl bekommt, etwas leisten oder darstellen zu müssen. Der YogaRaum soll ein Ort sein, an dem man einfach sein darf.
Ankommen.
Durchatmen.
Bewegen.
Loslassen.
Und danach vielleicht ein kleines bisschen anders wieder nach Hause gehen.
Das ist eigentlich alles, was ich mir von Yoga wünsche.
Und wenn ich einmal nicht auf der Matte stehe … Dann bin ich gerne draußen. Ich fahre Fahrrad, wandere, reise und genieße die Zeit in der Natur. Auch dort finde ich vieles von dem wieder, was mich am Yoga fasziniert: Bewegung ohne Eile, Ruhe, Weite und die Möglichkeit, den Kopf einmal frei zu bekommen.
Vielleicht gehört genau das für mich zusammen:
Yoga ist kein abgeschlossener Teil des Lebens. Yoga ist eine Art, bewusster im eigenen Leben zu sein. Und genau diese Erfahrung möchte ich im YogaRaum weitergeben.
Schön, dass du da bist.
Uwe Essig

